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Überfall: Juwelier soll mutmaßlichen Täter erschossen haben

14 September 2020

Celle - Ein Juwelier soll in Celle bei einem Raubüberfall einen mutmaßlichen Täter erschossen und einen weiteren schwer verletzt haben.

Zwei bewaffnete Männer hätten das Juweliergeschäft in einer Fußgängerzone mitten in der Altstadt am Montagnachmittag offenbar mit dem Ziel betreten, es zu überfallen, teilte die Polizei mit. In den Geschäftsräumen befand sich in dem Moment nur das Inhaber-Ehepaar im Alter von 71 und 72 Jahren. Das Geschehen in dem alteingesessenen Geschäft in der niedersächsischen Stadt geriet dann offenbar außer Kontrolle, es fielen mehrere Schüsse.

Die näheren Tatumstände sowie die Identitäten der mutmaßlichen Räuber müssten noch geklärt werden, teilte die Polizei mit. Weitere Einzelheiten wollte eine Polizeisprecherin am Tatort aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. Mit einem Flatterband wurde ein größerer Bereich der Fußgängerzone abgesperrt, Polizeibeamte waren im Innern des Juweliergeschäfts im Einsatz. Von außen deutete nichts auf den Überfall hin. Die Scheiben des Geschäfts wurden von den Schüssen nicht beschädigt.

Immer wieder werden Juweliere in Deutschland Ziel bewaffneter Überfälle, manche wurden dabei verletzt oder kamen ums Leben. Dass die Inhaber daher zum Schutz auch selber über eine Waffe verfügen, ist nicht ungewöhnlich. So feuerte im niederrheinischen Moers 2014 ein von zwei maskierten Männern überraschter Juwelier auf die Eindringlinge, einer der beiden starb an seinen Verletzungen. Bei einem anderen Überfall 2004 in Siegen war es die Frau des Inhabers, die nach einem Gerangel zwischen einem Räuber und ihrem Mann zur Pistole griff. Der Kriminelle wurde angeschossen.

© dpa-infocom, dpa:200914-99-561763/3

(Quelle: dpa)