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Deutsche Urlauberin in Thailand vergewaltigt und ermordet

8 April 2019

Bangkok/Berlin - Im Thailand-Urlaub ist eine 26 Jahre alte Deutsche vergewaltigt und ermordet worden. Die Frau wurde während eines Ausflugs auf der Insel Ko Si Chang getötet, etwa 75 Kilometer von der Hauptstadt Bangkok entfernt, wie die Polizei der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Als mutmaßlicher Mörder wurde ein 24 Jahre alter Mann festgenommen, der auf der Insel zu Hause ist. Er legte ein Geständnis ab.

Die Frau aus Niedersachsen war am Sonntag allein zu einem Tagesausflug nach Ko Si Chang gereist, einer der vielen Inseln im Golf von Thailand. Aus Bangkok und der Touristenmetropole Pattaya ist sie schnell zu erreichen. Die Überfahrt dauert nur etwa eine halbe Stunde. Die Deutsche wohnte zuletzt in einem Hotel der Stadt Si Racha auf dem Festland direkt gegenüber der Insel.

Nach der Ankunft mit der Fähre mietete sich die Urlauberin gegen Mittag einen Roller. Nach verschiedenen thailändischen Medienberichten soll der 24-Jährige sie kurz darauf angesprochen haben. Mehrere Stunden später fand ein anderer Urlauber zufällig die Leiche der Deutschen, versteckt unter Ästen und Steinen.

Den Berichten zufolge hatte sich der Tatverdächtige darüber geärgert, dass die Touristin nicht mit ihm sprechen wollte. Er sei seinem Opfer dann gefolgt und habe es an einem abgelegenen Ort überwältigt, sagte die Polizei laut thailändischen Medien. Aus Angst, dass die Frau ihn bei den Behörden melden würde, habe er sie getötet, hieß es weiter.

Bei dem Mann handelt es sich nach Angaben des örtlichen Polizeichefs Ungkul Sarakul um einen Inselbewohner, der sein Geld mit dem Einsammeln von Müll verdiente.

Der Leichnam der deutschen Touristin sollte laut «The Nation» zunächst zur Obduktion nach Bangkok gebracht werden. Ersten Ermittlungen zufolge sei die Frau von einem harten Gegenstand getroffen worden, möglicherweise einem Stein. Sie stammte laut Staatsanwaltschaft Hildesheim aus dem niedersächsischen Landkreis.

Thailand gehört zu den beliebtesten außereuropäischen Urlaubszielen von Bundesbürgern. Im vergangenen Jahr kamen nach vorläufigen Zahlen mehr als 880.000 Deutsche in das südostasiatische Königreich.

Das Auswärtige Amt (AA) warnt in seinen Reisehinweisen vor zunehmender Kriminalität in Thailand, speziell vor Diebstählen, Vergewaltigungen und Raubüberfällen - teilweise mit Todesfolge. Insbesondere Urlaubern in den Touristenhochburgen Phuket, Koh Samui und Pattaya rät das Ministerium zur Vorsicht.

Explizit werden in den Reisehinweisen die monatlichen Vollmond-Partys auf der nördlich von Koh Samui gelegenen Insel Koh Pha Ngan erwähnt. Dort sei es bereits mehrfach zu tödlichen Zwischenfällen gekommen. «Wiederholt sind Frauen und Mädchen von unter Drogen oder Alkohol stehenden Teilnehmern vergewaltigt worden.»

(Quelle: dpa)