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Juwelendiebstahl in Dresden: Fahndung läuft weiter

18 November 2020

Berlin/Dresden - Nach ersten Festnahmen im Fall des spektakulären Juwelenraubes aus dem Grünen Gewölbe in Dresden läuft die Fahndung nach zwei weiteren Tatverdächtigen. Offiziell gab es bis Mittwochnachmittag keine Spur von den beiden Männern.

Aktuell habe man keine Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort, teilte die Dresdner Staatsanwaltschaft mit. Die beiden Gesuchten stehen im Verdacht, gemeinsam mit weiteren Mitgliedern eines in Berlin ansässigen Familienclans am 25. November 2019 in den historischen Teil der Dresdner Schatzkammer eingebrochen zu sein und Juwelen von unschätzbarem Wert gestohlen zu haben. Anschließend flüchteten die Täter mit einem Auto vom Tatort. Der Einbruch in das Grüne Gewölbe sorgte international für Schlagzeilen.

Ein Jahr nach dem Einbruch gelang den Ermittlern nun ein erster Schlag gegen die mutmaßlichen Täter. An dem Großeinsatz am Dienstag in Berlin waren mehr als 1600 Polizisten aus acht Bundesländern, darunter Spezialeinheiten des Bundes sowie der Länder Berlin und Sachsen beteiligt. Bis zum Abend wurden 20 Wohnungen, zwei Garagen, ein Café und mehrere Autos in Berlin durchsucht - vor allem im Bezirk Neukölln.

Drei Männer wurden festgenommen und zunächst in die Justizvollzugsanstalt Dresden gebracht. Bei ihnen handelt es sich um drei Männer aus dem Clan-Milieu im Alter von 23, 23 und 26 Jahren, wie die Dresdner Staatsanwaltschaft mitteilte. «Sie haben sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.» Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sprach von einem Warnzeichen an das Clan-Milieu.

Nach zwei weiteren Familienmitgliedern wird nun gesucht. Das betrifft die Zwillingsbrüder Abdul Majed und Mohamed Remmo (21). Die Fahndung nach ihnen sollte am Mittwochabend auch in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» eine Rolle spielen. Ihnen werden genau wie den anderen schwerer Bandendiebstahl und Brandstiftung vorgeworfen. Die Fahndung läuft international. Laut Staatsanwaltschaft wurde am Dienstagabend ein Auto gefunden, das im Zusammenhang mit den Flüchtigen steht.

Die Beschuldigten gehören zu einer polizeibekannten arabischstämmigen Großfamilie - nach Angaben der Ermittler ist es der Berliner Remmo- Clan. Dieser wird auch für andere große Straftaten wie den Goldmünzen-Diebstahl aus dem Berliner Bode-Museum 2017 verantwortlich gemacht. Dafür waren drei Männer verurteilt worden.

Die Polizei in Dresden war den Verdächtigen unter anderem durch Auswertung von Aufnahmen mehrerer Überwachungskameras auf die Spur gekommen. Die vor und während des Diebstahls aufgenommen Bilder hätten den Ermittlern wertvolle Hinweise zum Verhalten der Täter gegeben, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Am Tatort hätten die Kriminaltechniker zudem wichtige Spuren gesichert. Weitere Hinweise habe die Polizei aus dem sichergestellten Fluchtauto, einem als Taxi getarnten Mercedes 500, erlangt.

© dpa-infocom, dpa:201118-99-370751/4

(Quelle: dpa)